Projekt WAL Nord berät Hotelbetrieb in Nordfriesland

Pressekonferenz zur Familienfreundlichkeit in NF: Dieter Harrsen, Landrat des Kreises Nordfriesland; Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof, Projektleiter WAL Nord, FH Flensburg, Barbara Schüssler, wissenschaftliche Mitarbeiterin WAL Nord, Hans Jürgen Thomsen, Inhaber Hotel zur Treene, Schwabstedt und Sina Clorius, Wirtschaftsförderung Nordfriesland

Flensburg/Husum/Schwabstedt, 19.02.2015Das Projekt WAL Nord an der FH Flensburg setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Norden Schleswig-Holsteins ein. Wie ein Hotelbetrieb mit modernem Personalmanagement seinen Personalbedarf in Zeiten des heraufziehenden Fachkräftemangels decken kann, stellte Barbara Schüssler von WAL Nord auf der heutigen Pressekonferenz des Landrats des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, vor.  

Im vergangenen Jahr suchte WAL Nord, ein von der EU und von Partnern gefördertes Projekt, für eine Modellberatung einen Hotel- und Gastronomiebetrieb in Nordfriesland; die Wirtschaftsförderung Nordfriesland vermittelte den Kontakt zu Hans Jürgen Thomsen, Inhaber des Hotels zur Treene in Schwabstedt. Im Zuge der Projektlaufzeit berät Organisationsentwicklerin Barbara Schüssler von WAL Nord ausgewählte kleine und mittlere Unternehmen im Landesteil Schleswig zum Thema Arbeit und Familie, mit dem Fokus auf das Personalmanagement. „Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist in Nordfriesland von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Deshalb war es uns wichtig, die Personalarbeit in einem Betrieb dieser Branche zu analysieren“, sagte Professor Rainer Kreuzhof, Leiter des Projekts, anlässlich der Pressekonferenz.  

Die Beratung des Hotels zur Treene begann im Sommer 2014, kürzlich präsentierte Barbara Schüssler ihre Ergebnisse Hans Jürgen Thomsen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe klagen schon heute Betriebe über einen Mangel an Fachkräften. Das spürt auch der Inhaber, der schon vor der Beratung großen Wert auf Personalarbeit legte und eine große Offenheit gegenüber Neuerungen hat. Er führt das Hotel in der 4. Generation seit 2007. Der gelernte Koch mit Meistertitel ist in seinem Betrieb mit 29 Mitarbeitern für das Management und das Marketing verantwortlich und legt die Linie des Hotels fest. Für ihn ist es schwierig, Fachkräfte mit Leitungsaufgaben in Küche und Hotel zu finden.  

Einige Ansatzpunkte aus der Unternehmensanalyse für ein modernes Personalmanagement lassen sich auch auf andere Betriebe übertragen. Die Personalkennzahlen aus den Lohnabrechnungen beispielsweise können die Basis für eine systematische Analyse der Personalstruktur sein, sie ermöglichen nicht nur einen Blick auf die gegenwärtige Situation des Betriebes, sondern auch einen Blick in die Zukunft. Strukturierte Mitarbeitergespräche helfen, Wünsche, Erwartungen und Ziele von Arbeitgebern und Arbeitnehmern abzugleichen. Neue Medien bieten zudem Arbeitgebern die Möglichkeit, neue Wege bei der Mitarbeiterakquise zu gehen. Während der Analyse wurde deutlich, dass Kooperationen mit Schulen der Region eine gute Möglichkeit darstellen, den Jugendlichen die Vielfältigkeit und Kreativität der Berufe im Hotel- und Gastronomiegewerbe näher zu bringen. Hans Jürgen Thomsen ist überzeugt: „Die Mitarbeiter müssen sich im Betrieb wohl fühlen und sich mit ihm identifizieren. Das trägt wesentlich zum Erfolg unseres Hotels bei.“  

Auch für Verwaltungen ist Familienfreundlichkeit ein wichtiges Thema: „Beispielsweise die Telearbeit, die Möglichkeit der Ausbildung in Teilzeit, Führung in Teilzeit und die Elternzeit für Väter gehören heute einfach zu einem modernen Arbeitgeber“, stellt der nordfriesische Landrat Dieter Harrsen fest. Die Kreisverwaltung wurde von der berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – als familienfreundlich zertifiziert. „Für uns bedeutet das Zertifikat eine Aufforderung, immer wieder an diesem Thema zu arbeiten. Nur so kann der Kreis auch in Zeiten des Fachkräftemangels ein attraktiver Arbeitgeber bleiben“, betont Harrsen.  

Die Wirtschaftsförderung Nordfriesland (WFG-NF) ist Projektpartner der Initiative WAL Nord. "Fachkräfte anzuwerben und zu halten ist für viele Betriebe gerade in ländlichen Regionen zur Herausforderung geworden. Wir unterstützen sie dabei mit mehreren Projekten, seit kurzem auch mit einem Fachkräfteberater", berichtet Dr. Matthias Hüppauff, Geschäftsführer der WFG NF.  

Das Projekt WAL Nord wird über die Dauer von drei Jahren bis Mitte 2015 gefördert aus dem Zukunftsprogram Wirtschaft mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und über Mittel, die von Projektpartnern bereitgestellt werden und die ihr Know-how einbringen. Viele Kooperationspartner unterstützen das Projekt ebenfalls inhaltlich. 

Fachkonferenz zu einer drängenden Frage

Gemeinsam für die Region: Dr. Olaf Krüger, Geschäftsführer Wireg GmbH; Ole Junker Strandlyst, Erhvervens Hus Aabenraa; Wiebke Jäger, Wireg; Peter Hansen, Regionskontor, Padborg; Barbara Schüssler, WAL Nord

Infoveranstaltung zur Fachkräftesicherung am 3. Dezember für Unternehmen und Multiplikatoren im Regionskontor Padborg

(Padborg/DK, Dezember 2014) Die Frage, wie Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können, beschäftigt Unternehmen nördlich und südlich der Grenze bereits, und sie wird in Zukunft drängender werden. Ein Mangel an Fachkräften und Erwerbspersonen allgemein ist aber auch für die Region ein Problem. Unternehmen und die deutsch-dänische Grenzregion müssen sich Gedanken machen, wie sie Ihre Zukunft gestalten wollen. Die Informationsveranstaltung „Fachkräfte gewinnen und halten in Deutschland und Dänemark“ am 3. Dezember im Regionskontor in Padborg setzte hier an. Gut 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, von Bildungsinstitutionen und Wirtschaftsförderern beiderseits der Grenze nahmen an der Veranstaltung teil. Es wurde klar: Unternehmen, Bildungsinstitutionen, Kommunen und Wirtschaftsförderer haben ein gemeinsames Interesse, Fachkräfte in der Region zu gewinnen und zu halten. Sie müssen interagieren, voneinander lernen und gemeinsam handeln. Dieses gemeinsame Handeln über Grenzen hinweg ist notwendig, da junge Bevölkerungsschichten, wenn sie abwandern, in die Großstädte weit weg der Grenzregion ziehen - Rückkehr möglich, aber ungewiss. Die Vorträge verdeutlichten: Um dem Abwanderungstrend entgegenzuwirken, ist eine Willkommenskultur für Neubürger mit einem hohen Serviceanteil wichtig. Zudem gewinnt ein attraktiver Arbeitsplatz an Bedeutung. Mit einer familienfreundlichen Unternehmenskultur, die die Arbeitgebermarke aufwertet, punkten Unternehmen bei Fachkräften.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Fachkräfteinitiative der schleswig-holsteinischen Landesregierung rechnet landesweit mit einer Fachkräftelücke von insgesamt rund 100.000 Personen im Jahr 2030. In Süddänemark wird ebenfalls ein Fachkräftemangel befürchtet. In dieses Bild passt auch eine Unternehmensbefragung der WiREG aus dem September: Von den 236 antwortenden Unternehmen hatte mehr als die Hälfte in der letzten Zeit Probleme beim Akquirieren von Fachkräften. Auf diese Situation wies Dr. Olaf Krüger, Geschäftsführer der WiREG mbH, hin. „Die Unternehmen stehen jetzt und in Zukunft vor Herausforderungen, bei denen sie auf die Hilfe der Wirtschaftsförderung zählen können. Das Projekt „Knowledge 2 Employment“ greift die Themen auf, die vielen unter den Nägeln brennen. Wir – das sind je drei Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus Deutschland und Dänemark- erarbeiten Werkzeuge. Wir probieren sie aus. Wir geben unser Wissen an alle Interessierten weiter. Der Netzwerkgedanke ist ein zentrales Element unseres Projekts.“ Dr. Krüger freute sich sehr, dass es am 3. Dezember gelang, so viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter für das wichtige Thema zusammenzubringen.

Ole Junker Strandlyst, Direktor des Erhvervenes Hus Aabenraa, stellte in seinem Vortrag Rekrutierungs- und Ansiedlungswerkzeuge vor, entwickelt von lokalen Unternehmen und der Kommune Apenrade. Und er stellte die große Menge an spannenden Berufs- und Karrieremöglichkeiten der vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Grenzregion heraus. „Wir wissen, dass wir in der Region daran arbeiten müssen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten“, so Strandlyst. Die Kommune Apenrade sieht sich mit einem Verlust der jungen Leute von ca. 20 Jahren konfrontiert, für Apenrade ist es deshalb wichtig, junge Menschen zu halten und Fachkräfte zu gewinnen. Dies geschieht mit mehreren abgestimmten Gutscheinaktionen. Mit Hilfe dieser sehen die Neubürger, welche vielfältigen Angebote die Kommune bietet. Einen Kreis für Neubürger, der sich im Netz oder auch ganz real austauscht und unterstützt, hilft dabei, sich schneller heimisch zu fühlen. Außerdem bietet das Ervhervens Hus Aabenraa eine Jobvermittlung an für Partner von Neubürgern, die in der Kommune eine Arbeit gefunden haben.

Peter Hansen vom Regionskontor Sønderjylland - Schleswig stellte anhand von 10 Punkten die Arbeit des Kontors vor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kontors beraten sowohl Arbeitgeber als auch -nehmer. Diese sehen sich, wenn sie auf der anderen Seite der Grenze arbeiten wollen, mit einem anderen Wirtschafts- Steuer und Rechtsystem konfrontiert, was viele Fragen erzeugt, die das Regionskontor beantwortet. Für ihn ist grenzüberschreitendes Arbeiten machbar und in den meisten Fällen ohne Probleme möglich und gerade die zweisprachigen Bürger haben beste Chancen für eine Beschäftigung.

Barbara Schüssler und Helge Möller, wissenschaftliche Mitarbeiter im Projekt WAL Nord, gingen auf die Personalarbeit in kleinen Betrieben ein. In diesen Unternehmen ist die Führung und Förderung des Arbeitgebers stark ausgeprägt, doch fehlen oftmals finanzielle und zeitliche Ressourcen für eine gezielte familienfreundliche Personalarbeit. Branchenspezifische Instrumente und Arbeitshilfen, die vom Arbeitgeber schnell und erfolgreich angewendet werden können, ermöglichen aber den Zugang zu einer systematischen Personalarbeit. In einem Best Practice Beispiel erläuterte Barbara Schüssler ihre Erkenntnisse aus der aktuellen Beratung eines nordfriesischen Hotelbetriebes und aus vergangenen modellhaften Beratungen.

Die Personalpolitik in KMU ist stark durch kurzfristige Betrachtungen geprägt. Bestandssicherung, Sicherstellung der Produktion mit den zur Verfügung stehenden Arbeitskräften, kurzfristiger Ersatz der aus dem Unternehmen ausscheidenden Personen sind die täglichen Themen im Betrieb. Eine mittel- bis langfristige, auf Veränderungen und Entwicklungstrends ausgerichtete Personalarbeit wird in Unternehmen aufgrund methodischer und kapazitativer Defizite kaum durchgeführt. Andererseits sind KMU kreativ beim Binden ihrer Belegschaft.

In Modellunternehmen sensibilisiert Barbara Schüssler im Projekt WAL Nord die Unternehmen für eine strategische Ausrichtung; berät zu allgemeinen Trends im Personalwesen und benennt mögliche Schwerpunkte im Personalkonzepts des beratenen Unternehmens. Zudem rät sie den Modellunternehmen, den Blick auf die vorhandene Struktur im Betrieb zu schärfen, um vorhandene Potentiale und Defizite zu charakterisieren. Am Schluss der Modellberatungen werden passgenaue Lösungen in der Personalentwicklung und der Unternehmensentwicklung integriert. Im Laufe ihrer - noch nicht abgeschlossenen Beratungen - stellt Barbara Schüssler fest:

• Strategisches Denken in KMU ist essentiell und bedeutet die Ausrichtung auf einzigartige Leistungen

• Arbeitnehmer wählen ihr Unternehmen zusehends nach weichen Kriterien und Aspekten aus; ob man sich in einem Unternehmen wohl fühlt, wird immer wichtiger.

• Systematische Arbeitsorganisation dient der Entlastung der Beschäftigten und fördert den effizienten Ressourceneinsatz, die Leistungsfähigkeit und Motivation

Arbeitgeber werden auch in Zukunft ihre Fachkräfte, die sie benötigen, gewinnen, denn es gibt gute Bewerber, nur die Suche nach ihnen wird schwieriger, ist die wissenschaftliche Mitarbeiterin überzeugt. Was also können KMU tun? Generell müssen sie beim Recruiting schneller, flexibler und innovativer sein. Eine starke, überzeugende Arbeitgebermarke hilft dabei. Gerade wenn das Unternehmen nicht weltbekannte Artikel produziert, ist es wichtig, die inneren Werte des Unternehmens herauszustellen und zu kommunizieren. Eine zum Schein nach außen getragene Unternehmenskultur wird aber nicht funktionieren. Die Geschäftsleitung muss überzeugt sein, die Kultur leben und sie an ihre Mitarbeiter weitergeben. Eine weitere für die Zukunft interessante Variante sind Kooperation von Unternehmen, beziehungsweise eine Zusammenarbeit in unternehmerischen Netzwerken, so genannte Arbeitgeberzusammenschlüsse, in denen die beteiligten Betriebe Arbeitsstunden zusammenlegen und gemeinsam einen Arbeitsplatz schaffen.

Online-Hilfe für Arbeitgeber zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Projektleiter Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof; Dr. Helge Möller, wiss. Mitarbeiter; Kerstin Schröder, Projektmanagement, und Barbara Schüssler, wiss. Mitarbeiterin. Foto: Gatermann

(Flensburg) Ein neuer Baustein für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das Projekt WAL Nord bietet jetzt online Hilfestellungen an. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in kleinen und mittelständischen Betrieben zu fördern, ist Ziel des Projektes Wirtschaft Arbeit Leben Raum Nord, kurz WAL Nord. Neben modellhaften Beratungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Landesteil Schleswig sowie Workshops und Veranstaltungen zum Thema Vereinbarkeit ist jetzt eine um viele Seiten erweiterte, informative WAL Nord Homepage online.

Was ist zu beachten, wenn eine Beschäftigte ein Kind erwartet? Wie kann ich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Kindern dabei unterstützen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen? Was lässt sich machen, um Beruf und Pflege besser zu vereinbaren? Um diese Fragen und um vieles mehr geht es im Abschnitt "Lebensphasenorientierte Personalpolitik" auf www.wal-nord.de.

Hier finden sich Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und zu Möglichkeiten, wie Inhaber, Geschäftsführer und Personalverantwortliche die Beschäftigten unterstützen können. Checklisten und Abbildungen erleichtern die praktische Anwendung. Hinzu kommen Hinweise zu lesenswerten Veröffentlichungen und Internetseiten. Über die "Experten im Netzwerk" erreichen kleine und mittelständische Betriebe Institutionen vor Ort, die weiterführende Informationen zu bestimmten Themen liefern können. Was nützt mir das? Diese Frage beantwortet der Abschnitt "Kosten - Nutzen"; der Part Unternehmenskultur verdeutlicht, wie wichtig es ist, das Konzept der lebensphasenorientierten Personalpolitik als Ganzes im Unternehmen zu verankern und zu leben. Das Maßnahmenlexikon gibt eine Übersicht über die Instrumente, die ein Unternehmen nutzen kann, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.

Auf www.wal-nord.de werden aber vor allem die Prozesse beschrieben, wie diese Maßnahmen eingeführt werden können. Für Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof, Leiter des Projekts WAL Nord, ist dies ein wichtiger Punkt: "Meist sind es nicht die Maßnahmen selbst, die Schwierigkeiten bereiten, sondern die Prozesse." Die Internetpräsenz wird auch in den kommenden Monaten erweitert; Anregungen oder Ergänzungen erreichen das Team von WAL Nord unter info@wal-nord.de.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf - WAL Nord schließt erste umfassende Modellberatung ab

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Ulf von der Wehl, APN; Barbara Schüssler und Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof (beide FH-Flensburg)

(Flensburg, Februar 2014) Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf rückt für kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend in den Vordergrund. Das Beratungszentrum Wirtschaft Arbeit Leben Raum Nord (WAL Nord) setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Landesteil Schleswig ein und berät modellhaft kleine und mittelständische Unternehmen. Die erste dieser umfassenden Beratungen in einem Flensburger Unternehmen ist nun abgeschlossen. Barbara Schüssler, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt WAL Nord, stellte am Dienstag, 4. Februar, die Ergebnisse dem Ambulanten Pflegezentrum Nord, kurz APN, vor. Mit mehr als 130 Mitarbeitern ist das APN der größte Flensburger Pflegedienst und versorgt und begleitet 430 Pflegebedürftige in Flensburg und unterstützt als Projektpartner WAL Nord.

Im Rahmen der Modellberatung griff Barbara Schüssler auf Wunsch der Unternehmensführung und des Betriebsrates das Themenfeld Gesundheit auf. Eine Befragung zeigte, dass sich viele Betriebsangehörige im Spannungsfeld von Beruf und Familie bewegen. In einem Gesundheitszirkel brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge ein, die das Ziel haben, Stress, der unmittelbare Folgen für Familie und Beruf hat, zu verringern und die Gesundheit zu fördern. Als Themenfelder kristallisierten sich die interne Kommunikation, die Optimierung der Arbeitsorganisation sowie die Organisation von Fortbildungen und sportlicher Aktivitäten heraus. Kurzfristig umsetzbare Vorschläge konnte das APN bereits umsetzen. Da das APN federführend für weitere DIAKO Töchterunternehmen, wie die Ambulante Pflege Angeln und die DIAKO Sozialstation Grundhof/Munkbrarup/Glücksburg den Beratungsauftrag begleitete, gilt es jetzt, die Umsetzung auch dort zu prüfen. Vor der Präsentation führte der Projektleiter Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof aus: „Die Instrumente, die ein Betrieb einsetzen kann, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Unternehmenskultur positiv zu beeinflussen, sind bekannt. Für uns ist es spannend und lehrreich, die Prozesse, die zu Veränderungen führen, zu begleiten und zu untersuchen. Für diese Möglichkeit danken wir dem APN.“ Ulf von der Wehl, Geschäftsführer des Ambulanten Pflegezentrums Nord gGmbH verwies auf den hohen Stellenwert, den die Arbeitnehmerzufriedenheit beim APN hat. Die Beratung helfe, die guten Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber in der Region zu bleiben.

Das Projekt WAL Nord wurde vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Deutschland gegründet; so wird auch in Schleswig-Holstein für die kommenden Jahrzehnte ein Mangel an Fachkräften befürchtet. Unternehmen und Regionen werden mehr als bisher in einen Wettbewerb um qualifiziertes Personal treten; der attraktive Arbeitsplatz gewinnt bei der Suche nach Personal an Bedeutung. Diese Attraktivität hängt auch davon ab, ob das Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.

WAL Nord wird über die Dauer von drei Jahren finanziert aus Fördermitteln des Zukunftsprogramms Wirtschaft aus dem Wirtschaftsministerium des Landes und aus Mitteln, die von Projektpartnern bereitgestellt werden und die ihr Know-how einbringen. Viele Kooperationspartner unterstützen das Projekt ebenfalls inhaltlich. Angesiedelt ist das Projekt im Dr. Werner-Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg - eine gemeinsame Einrichtung von FH Flensburg und Universität Flensburg.

Wirtschaft + Familie = Wachstum – Perspektiven für unser Land

(v.l.n.r.): Karin Henningsen, Ralph Müller-Beck, Swetlana Krätzschmar, Dr. Fabian Geyer, Dr. Heike Bille, Udo Hansen, Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof

(Flensburg, November 2013) In der Aktionswoche „Wirtschaft + Familie = Wachstum wird deutschlandweit alle zwei Jahre auf das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufmerksam gemacht - auf Initiative der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder. 2013 findet die dritte dieser Aktionswochen ab dem 11. November statt; rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und interessierte Gäste besuchten die Auftaktveranstaltung in Schleswig-Holstein in der Phänomenta Flensburg – ausgerichtet vom Projekt Wirtschaft Arbeit Leben Raum Nord (WAL Nord) und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein. Auf dem Programm: Ein Fachvortrag von Barbara Schüssler, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt WAL Nord und eine Podiumsdiskussion, in der es um die Frage ging, was die Region vor dem Hintergrund des demografischen Wandels tun kann, um den Menschen, die hier leben und arbeiten, auch in Zukunft eine Perspektive zu geben

Auf dem Podium nahmen Platz: Ralph Müller-Beck, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein; Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof, Projektleiter WAL Nord, FH Flensburg; Dr. Heike Bille, Beauftragte für Forschung und Entwicklung FH Flensburg; Dr. Fabian Geyer, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands Flensburg – Schleswig – Eckernförde e.V.; Udo Hansen, Geschäftsführer der Handwerkskammer Flensburg; Swetlana Krätzschmar, Stadtpräsidentin der Stadt Flensburg. Die Moderation lag in den Händen von Karin Henningsen.

Es wurde deutlich: Das Thema ist äußerst facettenreich und Familienfreundlichkeit wird nicht von heute auf morgen erreicht. Diskutiert wurden aktuelle und notwendige Betreuungsmöglichkeiten von Kindern außerhalb der Altersspanne zwischen drei und sechs Jahren, die Schaffung familienfreundlicher Unternehmenskulturen in Industrie und Handwerk, die Notwendigkeit gemeinschaftlichen Handelns und die Stärkung und Schaffung von Netzwerken, um Familienfreundlichkeit zu kommunizieren und gute Beispiele zu verbreiten.

FH-Studierende analysieren Mensa-Konzept der Comenius-Schule Flensburg

(Flensburg, Juni 2013) Im Rahmen ihres BWL-Studiums stand für Studierende der Fachhochschule Flensburg im Sommersemester 2013 die Teilnahme an einem Ergänzungsmodul an. Im Modul Consulting-, Personal-, und Organisationsbera-tung analysierte und bewertete vier Studentinnen Aufbau und Angebot der offenen Ganztagsschule der Comenius-Schule Flensburg mit einem Augenmerk auf die Schulverpflegung. Am Freitag, 21. Juni, stellten die Studierenden in der Gemeinschaftsschule ihre Ergebnisse der Schulleitung und der neuen Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar vor.

Die Comenius-Schule der Stadt Flensburg setzt sich für die Integration von Kindern und Eltern mit Migrationshintergrund ein. Das Mittags- und Nachmittagsangebot der offenen Ganztagsschule in den Bereichen gesunde Ernährung, Sport sowie Technik und Kultur kann, muss aber nicht von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden. „Berufstätigen Eltern kommt die zeitliche Entlastung am Nachmittag zu Gute und sie wissen ihre Kinder gut aufgehoben“, so Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof, der die Studierenden betreute und dem als Leiter des Projekts WAL Nord die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen liegt.

Die Studierenden befassten sich mit dem Angebot der Mensa, ihr kommt eine zentrale Rolle im Mittags- und Nachmittagsangebot zu. Das Essen wird in der Comenius-Schule seit Sommer 2010 in Eigenregie, unter pro-fessioneller Leitung eines Kochs, produziert. Es gibt neben dieser Variante die Möglichkeit, das Essen von einem Caterer liefern zu lassen. Auftrag der Comenius-Schule an die Studierenden der Betriebswirtschaft war nun mittels Fragebögen und einer Nutzwertanalyse zu zeigen, ob der eingeschlagene Weg Vorteile bringt oder ob die Alternative in Betracht gezogen werden sollte. Eine Nutzwertanalyse dient zur Entscheidung zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten. Julia Krüger, Sarah Iwersen, Janina Schedler, Ariane Raubach zeigten in ihrer Präsentation, dass der eingeschlagene Weg der Schule der richtige ist. Ihre Nutzwertanalyse verdeutlich-te dies. In der Mensa mit eigener Küche finden Mütter eine berufliche Tätigkeit, zudem werden Schüler mit einbezogen, so dass insgesamt eine umfassende Integration der Kinder und Eltern im Stadtteil ermöglicht wird. Das Konzept fördert die Berufsfähigkeit der Schulabsolventen und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dr. Ulrike Johannsen vom Institut für Gesundheits-, Ernährungs- und Sportwissenschaften an der Universität Flensburg beriet die Studierenden fachlich.

Jens Koll, Koordinator der Offenen Ganztagsschule an der Comenius Schule, freute sich über die Bestätigung. „Durch das frisch zubereitete Essen haben sich die Essenzahlen vervierfacht. Auch nutzen sehr viel mehr Schüler am Nachmittag unsere Angebote. Weitere positive Effekte sind: die Leistungsfähigkeit und die Sozialkompetenz steigen, es spricht die Sinne an, es schmeckt sehr lecker und ermöglicht vor Ort einen Einblick in die Gastronomie, quasi ein Koch zum Anfassen.“

Die neue Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar dankte Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof für sein soziales Engagement und lobte die Arbeit sowohl der Studentinnen als auch der Comenius-Schule.



Beruf und Familie besser vereinbaren – Workshop für Unternehmen in Niebüll

(Niebüll, Juni 2013) Wie lassen sich Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren? Um diese aktuelle Frage drehte sich ein Workshop für Unternehmen, der am Dienstag, 11. Juni, im Nordfriesischen Innovationscenter (NIC) und mit Unterstützung der VR Bank Niebüll stattfand. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Unternehmen aus Nordfriesland diskutierten mit dem Projektteam vom Beratungszentrum Wirtschaft Arbeit Leben Raum Nord (WAL Nord), Fachhochschule Flensburg, über praktische Maßnahmen, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf effektiv verbessern. Das Engagement in diesem Feld des Personalmanagements lohnt sich für Unternehmen, da die Kosten beispielsweise für Mitarbeiterakquise und Wiedereingliederung durch familienfreundliche Maßnahmen gesenkt werden können und sich die Fluktuation verringert. Vor allem das regelmäßige Mitarbeitergespräch stellte sich als ein empfehlenswertes Instrument heraus, das die Vereinbarkeit von Familie und Beruf befördert.

Das Beratungszentrum WAL Nord setzt sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Norden Schleswig-Holsteins ein und berät modellhaft kleine und mittelständische Unternehmen. „Für uns ist der Austausch mit Unternehmen aus der Region von großer Bedeutung. Die praktischen Erfahrungen der regionalen Wirtschaft finden ihren Eingang in unsere Arbeit im Projekt WAL Nord“, so der Projektleiter Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof.

Inga Thiesen, IPN Software; Axel Drews, VR Bank eG, Niebüll und Martin Martensen, Bäckerei Petersen nahmen an dem Workshop teil, Heinz W. Bertelmann von Bertelmann & Hacker KG Personalentwicklung und Unternehmensführung moderierte die abschließende Diskussionsrunde. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschränkt sich nicht auf die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle. Im Workshop wurde deutlich, dass es auf die Kommunikation im Unternehmen ankommt, zum einen damit entsprechende Angebote von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch angenommen werden, zum anderen in der Form von Mitarbeitergesprächen, die die Teilnehmer als überaus wichtig erachteten, weil der Arbeitgeber hier die Möglichkeit hat, sensibel und aus einer fürsorglichen Absicht heraus bei starken privaten Belastungen seine Fachkraft zu unterstützen. Eine strukturierte, in die Zukunft schauende Personalplanung, die Optimierung firmeneigener Strukturen vor der Einführung von personalpolitischen Maßnahmen und das Coaching des Führungspersonals im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf empfahlen die Personalverantwortlichen ebenfalls als Maßnahmen. Dem konnte Heinz W. Bertelmann, Moderator des Workshops nur beipflichten. Wenn Maßnahmen von Arbeitnehmern nicht oder nur zögernd angenommen werden, liege dies oft nicht an den Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie selbst sondern an der Einführung und Umsetzung dieser Maßnahmen.

Das NIC in Niebüll richtet sich mit seinem Angebot an Existenzgründer/Innen und junge Unternehmen, denen mit einem umfassenden Beratungsangebot sowie guten Mietkonditionen und Serviceleistungen der Start in die Selbstständigkeit erleichtert wird. Das NIC bietet unter anderem regelmäßige Vorträge und Veranstaltungen zu Wirtschaftsthemen an.

WAL Nord wird für die Dauer von drei Jahren durch das Zukunftsprogramm Wirtschaft vom Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein gefördert. Projektpartner, unter anderem die die Wirtschaftsförderung Nordfriesland und die VR Bank Niebüll sowie die Unternehmensberatung Bertelmann & Hacker, fördern es mit zusätzlichen finanziellen Mitteln und inhaltlichem Wissen. Viele Kooperationspartner unterstützen das Projekt inhaltlich. Angesiedelt ist das Projekt WAL Nord im Dr. Werner Jackstädt-Zentrum für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof, Barbara Schüssler (beide FH-Flensburg); Axel Drews, VR Bank eG Niebüll; Heinz W. Bertelmann, Bertelmann & Hacker KG Personalentwicklung und Unternehmensführung; Inga Thiesen, IPN Software, Wiebke Jäger (FH-Flensburg); Martin Martensen Bäckerei Petersen und Birte Kruse (NIC)


Experten-Workshop für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops (v.l.n.r.) in den Räumen der IHK Flensburg: Holger Klattenhoff (Personalleiter Queisser Pharma), Michael Jahn (Personalleiter der FFG), Katja Jahn, Prof. Dr. Dr. Rainer Kreuzhof (Projektleiter WAL Nord), Heinz W. Bertelmann (Mitinhaber Bertelmann & Hacker KG), Wiebke Jäger und Barbara Schüssler, (Projektmitarbeiterinnen WAL Nord), Klaus Markmann (stv. Hauptgeschäftsführer IHK Flensburg), Claudia Bellack (Personalleiterin Trixie GmbH) und Sonja Witt (IHK Flensburg)

(Flensburg, Februar 2013) Ende Februar trafen sich Personalchefs dreier Firmen aus Flensburg und Umgebung in der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg mit dem Projektteam vom Beratungszentrum Wirtschaft Arbeit Leben Raum Nord (WAL Nord), um gemeinsam über effektive und praxisgerechte Maßnahmen zu diskutieren, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.

Um familienfreundliche Personalpolitik in klein- und mittelständische Unternehmen in der Region Schleswig zu fördern, werden die Mitarbeiter des Projekts WAL Nord in diesem Jahr erste Modellunternehmen beraten. Eine zentrale Rolle spielen dabei personalpolitische Instrumente, die Unternehmen anwenden können, um neues Personal zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Anzahl dieser Maßnahmen ist groß und nicht alle sind für jedes Unternehmen und für jede Branche zweckmäßig. Der Workshop, angeregt von der Industrie- und Handelskammer zu Flensburg anlässlich eines ersten Gesprächs mit WAL Nord-Mitarbeitern im vergangenen Jahr, diente daher zum einen dazu, diese Instrumente auf ihre regionale Anwendbarkeit zu überprüfen, zum anderen um herauszufinden, vor welchen aktuellen Herausforderungen regionale Unternehmen im Bereich der familienfreundlichen Personalpolitik stehen. Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine familienbewusste Unternehmenskultur, die von Fach- und Führungskräfte in die Unternehmen getragen wird, eine erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz für berufstätige Mütter und Väter und der Ausbau der Kinderbetreuung vor allem in den Ferienzeiten als wichtige Handlungsfelder aus.


Flensburger Forum für Unternehmertum und Mittelstand
Perspektiven für den Arbeitsplatz der Zukunft

(Flensburg, November 2012) Ein gelungener Auftakt: Mehr als 100 Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung zum ersten Flensburger Forum für Unternehmertum und Mittelstand am Dienstag, 13. November 2012, im Audimax auf dem Campus. Zwei Fachvorträge und zwei Diskussionen näherten sich dem Thema „Perspektiven für den Arbeitsplatz der Zukunft“ aus zwei verschiedenen Blickwinkeln.

Podiumsdiskussion Vereinbarkeit von Familie und Beruf

v.l.n.r.: Annika Claußen-Eggers (Geschäftsführerin Stadtschlachter Claußen, Husum); Barbara Ohlsen (Gesellschafterin von H.P.O. Wirtschaftspartner in Flensburg); Klaus Sievers (Vorstandsvorsitzender VR Bank Niebüll); Christiane Dethleffsen (Vorstandsvorsitzende Schutzengel e.V.) und Ulf von der Wehl (Geschäftsführer Ambulantes Pflegezentrum Nord)

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stand im ersten Teil im Vordergrund. Fachfrauen und -männer aus der Region sprachen darüber, welche Ansätze es vor Ort gibt, Beruf und Familie zu vereinbaren. Auf dem Podium nahmen Platz: Annika Claußen-Eggers, Geschäftsführerin Stadtschlachter Claußen, Husum; Barbara Ohlsen, Gesellschafterin von H.P.O. Wirtschaftspartner in Flensburg; Klaus Sievers, Vorstandsvorsitzender VR Bank Niebüll; Christiane Dethleffsen, Vorstandsvorsitzende Schutzengel e.V. und Ulf von der Wehl, Geschäftsführer Ambulantes Pflegezentrum Nord.

Moderator Professor Rainer Kreuzhof fasste am Ende zusammen: Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind unter anderem konkrete Absprachen mit den Mitarbeitern wichtig. Wenn nötig, muss beim Kunden um Verständnis geworben werden. Dabei sind einzelne Maßnahmen oft kostengünstig und der Blick von außen kann sich bezahlt machen. Um die Region zu sensibilisieren, müssen andere Betriebe auf das Thema aufmerksam gemacht werden, dafür ist eine Vernetzung unbedingt notwendig. So kann sich eine Strahlkraft entwickeln, die andere Unternehmen anregt, sich mit dem Thema zu befassen.

Das Forum war eine Veranstaltung des Dr. Werner Jackstädt-Zentrums für Unternehmertum und Mittelstand Flensburg.

Das Unternehmenstheater von Miriam Baghai (rechts) spielte Szenen aus dem Unternehmensalltag
Ulf von der Wehl (vorn) wies auf die prekäre Lage in der Pflege

Quelle: viwir.com